Auf 7 m ü. NHN und mit über 78.000 Einwohnern wächst Delmenhorst kontinuierlich in die Fläche und in die Tiefe. Jede neue Baugrube in der Delmenhorster Geest, jeder Lärmschutzwall entlang der A28 und jede Aufschüttung im Gewerbegebiet Ganderkesee-Süd erfordert einen rechnerischen Nachweis der Böschungsstabilität. Wir erstellen diese Analyse nach DIN EN 1997-1 in Kombination mit DIN 1054 und hinterlegen sie mit Kennwerten aus bodenmechanischen Laborversuchen. Die örtlichen Geschiebelehme und Talsandfüllungen der Delme-Niederung verhalten sich bei Wasserzutritt völlig unterschiedlich — genau das modellieren wir mit Lamellenverfahren, bevor der Bagger anrollt. Für tiefere Aufschlüsse kombinieren wir die Böschungsstabilitätsanalyse mit der SPT Bohrung, um die Lagerungsdichte der Sandlinsen zu quantifizieren.
Ein um 2 Grad unterschätzter Reibungswinkel kann den Ausnutzungsgrad einer 8 m tiefen Baugrube von 0,85 auf 1,12 springen lassen — rechnerisch steht die Böschung dann nicht mehr.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Böschungsstabilitätsanalyse in Delmenhorst?
Die Kosten für einen vollständigen Standsicherheitsnachweis nach DIN 4084 in Delmenhorst liegen projektabhängig zwischen €1.090 und €3.820. Der Preis umfasst die geotechnische Erkundung, Laborversuche zur Scherfestigkeit und den rechnerischen Nachweis für kreisförmige und polygonale Gleitflächen. Maßgeblich sind Aushubtiefe und Komplexität des Schichtenmodells.
Welche Normen sind für den Nachweis in Deutschland bindend?
Der Nachweis folgt dem Eurocode 7 (DIN EN 1997-1) in Verbindung mit DIN 1054:2010-12 für die Teilsicherheitsbeiwerte. Die Berechnung der Gleitsicherheit selbst ist in DIN 4084:2017-11 geregelt. Für die Eingangsparameter greifen wir auf die Laborversuche nach DIN EN ISO 17892 zurück.
Reicht ein Nachweis für die gesamte Bauzeit?
Nein. Der Nachweis gilt für den angenommenen Bauzustand. Bei Wasserzutritt, Frost-Tau-Wechseln oder Änderung der Aushubgeometrie muss nachkalkuliert werden. In Delmenhorst mit seinen Stauwasserhorizonten empfehlen wir ein begleitendes Monitoring mit definierten Schwellenwerten für den Porenwasserdruck.
Berechnen Sie auch verfestigte Böschungen mit Geogittern?
Ja, wir modellieren bewehrte Böschungen nach den Empfehlungen des Arbeitskreises «Bewehrte Erde» der DGGT. Die Geogitterlagen werden als Zugkräfte in das Lamellenmodell eingeführt. Der Nachweis umfasst dann neben der Gleitsicherheit auch den Herausziehwiderstand der Bewehrungslagen.