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Flachgründungsbemessung in Delmenhorst: Tragfähigkeit nach EC 7

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die Bemessung von Flachgründungen nach DIN EN 1997-1 erfordert in Delmenhorst eine genaue Kenntnis der örtlichen Bodenschichten. Die Stadt liegt in der Wesermarsch, geprägt von holozänen Ablagerungen der Delme und Weser. Hier wechseln sich tragfähige Sande oft abrupt mit setzungsempfindlichen Klei- und Torflinsen ab. Unser Team führt die erforderlichen Drucksondierungen und Rammsondierungen durch, um den Sohlwiderstand präzise zu bestimmen. Gerade bei Bauvorhaben im Bereich der Graft oder entlang der Stedinger Straße, wo historische Auffüllungen den Untergrund durchziehen, ist eine sorgfältige Korngrößenanalyse für die Klassifizierung der anstehenden Böden unerlässlich. Wir berechnen Grundbruchsicherheit und Setzungsdifferenzen standortgenau.

Eine belastbare Sohlspannungsermittlung spart gegenüber einer pauschalen konservativen Annahme im Schnitt 15 Prozent Fundamentbeton.

Ablauf und Umfang

Ein typisches Projekt war die Erweiterung eines Produktionsgebäudes im Gewerbegebiet Stickgras. Der Untergrund zeigte bis 1,80 Meter Tiefe eine steife Geschiebemergelschicht, darunter folgten mitteldicht gelagerte Sandersande. Die Herausforderung lag in der Bestimmung der zulässigen Sohlspannung unter Berücksichtigung der Setzungsverträglichkeit der angrenzenden Bestandsbauten. Unser Labor ermittelte an ungestörten Proben die Steifemoduln und die undrainierte Scherfestigkeit des Mergels. Die Flachgründungsbemessung ergab eine wirtschaftliche Streifenfundamentlösung mit einer Sohlspannung von 280 kN/m². Die gemessenen Setzungen lagen nach Rohbaufertigstellung mit 1,2 cm deutlich unter dem rechnerischen Prognosewert von 1,8 cm – ein Beleg für die konservative, aber wirtschaftliche Auslegung nach dem Teilsicherheitskonzept.
Flachgründungsbemessung in Delmenhorst: Tragfähigkeit nach EC 7
Technisches Referenzbild — Delmenhorst

Örtliche Baugrundfaktoren

Die wesentliche Risikoquelle bei Flachgründungen in Delmenhorst sind die ungleichmäßigen Untergrundverhältnisse. In der Nähe des Delme-Verlaufs oder im Bereich der Klosterbach-Niederung stoßen wir regelmäßig auf organische Weichschichten aus Torf und Mudde mit extrem niedrigen Steifemoduln. Wird dies bei der Bemessung übersehen, entstehen innerhalb weniger Jahre Setzungsdifferenzen, die zu Rissen in nichttragenden Wänden führen. Wir setzen für die Baugrunderkundung eine schwere Rammsonde DPH ein, um die Lagerungsdichte tiefenabhängig zu erfassen. Die Schlagzahlen geben uns ein klares Bild der Tragfähigkeit. Bei Auffälligkeiten kombinieren wir die Sondierung mit einer CPT-Sondierung für ein hochauflösendes Profil des Spitzendrucks und der lokalen Mantelreibung.

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
Erkundungstiefe (Regelfall)3 x Fundamentbreite, mind. 6 m unter GOK
SondierverfahrenDrucksondierung CPT nach DIN EN ISO 22476-1
BemessungsnormDIN EN 1997-1:2014-03 mit DIN 1054:2010-12
Grundbruchsicherheit (GZ 1B)η ≥ 1,40 (ständige Bemessungssituation)
Zulässige Setzungsdifferenz≤ 1/500 der Stützweite (Hochbau)
ProbenentnahmeGestörte und ungestörte Proben nach DIN EN ISO 22475-1
LaborversucheRahmenscherversuch, Kompressionsversuch, Korngrößenverteilung

Ergänzende Leistungen

01

Baugrunderkundung und Sondierung

Durchführung von Ramm- und Drucksondierungen sowie Entnahme von Bodenproben zur Schichtbestimmung und Klassifizierung nach DIN 4022.

02

Bodenmechanische Laborversuche

Ermittlung von Scherfestigkeit, Steifemodul und Zusammendrückungsbeiwert im akkreditierten Labor zur Bestimmung der Rechenwerte.

03

Setzungs- und Grundbruchberechnung

Erstellung des geotechnischen Bemessungsberichts mit Nachweis der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit für Einzel-, Streifen- und Plattenfundamente.

Maßgebliche Normen

DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 1: Allgemeine Regeln), DIN 1054:2010-12 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau), DIN EN ISO 22476-1 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Felduntersuchungen – Teil 1: Drucksondierungen)

Häufig gestellte Fragen

Welche Bodenkennwerte brauchen Sie für die Flachgründungsbemessung in Delmenhorst?

Wir benötigen die Wichte des Bodens, den Reibungswinkel, die Kohäsion und den Steifemodul. Diese Werte ermitteln wir durch Drucksondierungen und Laborversuche an ungestörten Proben aus den anstehenden Schichten.

Wie tief muss der Baugrund in Delmenhorst aufgeschlossen werden?

Die Aufschlusstiefe richtet sich nach der Fundamentgeometrie. Als Regel gilt das Dreifache der Fundamentbreite, mindestens jedoch 6 Meter unter der geplanten Gründungssohle, um tieferliegende setzungsempfindliche Schichten zu erkennen.

Mit welchen Kosten muss ich für die Bemessung einer Flachgründung rechnen?

Abhängig vom Umfang der Felduntersuchungen und Laborversuche liegt das Honorar für ein Einfamilienhaus in der Regel zwischen €1.710 und €2.530. Dieser Preis umfasst die Sondierung, die Laboranalytik und den geotechnischen Bericht.

Was passiert, wenn der Boden nicht tragfähig genug ist?

Sollten die Setzungen zu hoch oder die Grundbruchsicherheit nicht gegeben sein, prüfen wir alternative Gründungsvarianten. In Delmenhorst bewährt sich bei gering tragfähigen Böden oft ein Bodenaustausch mit gut verdichtetem Sand oder der Übergang auf eine elastisch gebettete Bodenplatte.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Delmenhorst und Umgebung.

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