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Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Delmenhorst

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Delmenhorsts Entwicklung von der Burgsiedlung des 13. Jahrhunderts zur heutigen Industriestadt mit über 77.000 Einwohnern hat eine heterogene Untergrundstruktur hinterlassen. Alte Handelswege, zugeschüttete Gräften der ehemaligen Wasserburg und die nachverdichteten Wohnquartiere rund um die Innenstadt erfordern bei jedem Bauvorhaben einen genauen Blick auf die tatsächlich erreichte Lagerungsdichte. In unserer Erfahrung aus zahlreichen Projekten entlang der Delme und im Gewerbegebiet Stickgras zeigt sich: Ohne eine normgerechte Korngrößenanalyse vorab oder eine ergänzende Plattendruckprüfung zur Verifizierung des Verformungsmoduls bleibt die Verdichtungskontrolle lückenhaft. Wir setzen das Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 ein, wenn es darum geht, den Verdichtungsgrad direkt auf der Baustelle zu bestimmen – unabhängig davon, ob es sich um grobkörnige Hinterfüllungen oder bindige Dammbaustoffe handelt.

Auf Delmenhorster Geestböden misst das Sandkegelverfahren den Verdichtungsgrad zuverlässig – vorausgesetzt, der Wassergehalt wird unmittelbar mitbestimmt.

Ablauf und Umfang

Ein Fehler, den wir in Delmenhorst immer wieder antreffen: Die Felddichtebestimmung wird auf den letzten Metern des Bauablaufs eingeplant, ohne den Wassergehalt des Bodens aktuell zu bestimmen. Gerade auf den lehmig-sandigen Deckschichten der Geest, wie sie im Süden Delmenhorsts anstehen, verfälscht eine unkontrollierte Austrocknung oder Durchnässung das Ergebnis. Wir entnehmen die Probe mit dem Sandkegelgerät, wägen vor Ort und bestimmen parallel den Wassergehalt im Trockenschrank unseres mobilen Labors. So erhalten Sie nicht nur den Trockenraumgewicht, sondern auch den Verdichtungsgrad DPr bezogen auf die Proctor-Referenzdichte. Das Verfahren eignet sich für Tragschichten ohne Grobkornanteil über 63 mm und liefert belastbare Werte für die Abnahme durch den Prüfingenieur. Kombiniert mit der SPT-Bohrung lassen sich zudem Aussagen zur Tiefenlage lockerer Zonen treffen, wenn das Sandkegelverfahren nur oberflächennah eingesetzt werden kann.
Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Delmenhorst
Technisches Referenzbild — Delmenhorst

Örtliche Baugrundfaktoren

Das Sandkegelgerät besteht aus einem Glastrichter mit Absperrhahn und einem kalibrierten Sandbehälter, der auf die kreisförmig ausgesparte Prüfgrube aufgesetzt wird. In Delmenhorst arbeiten wir häufig mit einem Zweitrichter für beengte Leitungsgräben im Bereich der Altstadt, wo der klassische Aufbau an seine Grenzen stößt. Das größte Risiko bei der Felddichtebestimmung liegt in der unvollständigen Entnahme des gelockerten Bodens: Bleiben Feinanteile in der Grube zurück, wird das Volumen unterschätzt und die Dichte fällt rechnerisch zu hoch aus. Auf den sandigen Auelehmen der Delmeniederung mit ihren schwankenden Grundwasserständen kann zudem kapillar aufsteigendes Wasser den Kalibriersand verklumpen lassen. Wir trocknen den Prüfsand daher vor jedem Einsatz und dokumentieren den Feuchtezustand der Prüfstelle im Protokoll. Nur so bleibt die Felddichtebestimmung ein belastbarer Nachweis für die vertraglich geforderte Verdichtungsleistung.

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Video-Überblick

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18125-2:2020-08
AnwendungsbereichBöden mit Größtkorn ≤ 63 mm
Bestimmte GrößeTrockenraumgewicht ρd [g/cm³]
PrüfgrubeDurchmesser ca. 15–25 cm, Tiefe bis 20 cm
KalibriersandNormensand mit bekanntem Schüttgewicht
BezugsgrößeProctordichte ρPr nach DIN 18127
DokumentationVerdichtungsgrad DPr in %

Ergänzende Leistungen

01

Verdichtungskontrolle Erdbau

Bestimmung des Verdichtungsgrades DPr an Dämmen, Baugrubenverfüllungen und Hinterfüllungen mit dem Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2.

02

Qualitätssicherung Straßenbau

Prüfung der Tragschichten und des Planums im Zuge von Erschließungsstraßen und Gewerbeflächen, inklusive Wassergehaltsbestimmung.

03

Abnahmeprüfung Leitungsgräben

Felddichtebestimmung in beengten Grabenverhältnissen mit adaptiertem Trichteraufbau, wie bei der Kanalsanierung in der Delmenhorster Innenstadt.

Maßgebliche Normen

DIN 18125-2:2020-08 – Felddichtebestimmung, Sandkegelverfahren, DIN 18127 – Proctorversuch zur Ermittlung der Bezugsdichte, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdarbeiten, DIN EN 1997-2 – Eurocode 7: Geotechnische Erkundung

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Delmenhorst?

Für eine einzelne Prüfstelle in Delmenhorst liegt der Preis je nach Anfahrtsweg und Bodenart zwischen €90 und €140. Bei mehreren Prüfstellen pro Baustelle reduzieren sich die Kosten pro Punkt.

Welche Norm gilt für die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegel?

Maßgebend ist die DIN 18125-2:2020-08. Sie legt das Verfahren, die Geräteanforderungen und die Auswertung für Böden mit einem Größtkorn bis 63 mm fest.

Kann das Verfahren bei jedem Boden in Delmenhorst eingesetzt werden?

Es eignet sich für rollige und bindige Böden, solange der Größtkorndurchmesser 63 mm nicht überschreitet. Bei stark durchlässigen Kiesen oder grobblockigen Füllungen weichen wir auf andere Verfahren aus.

Wie viele Prüfstellen sind pro Bauabschnitt erforderlich?

Die Anzahl richtet sich nach den ZTV E-StB 17 und den Vorgaben des Baugrundgutachters. Üblich ist eine Prüfstelle pro 250 m³ verdichtetem Material oder je nach Homogenbereich.

Wie lange dauert eine Felddichtebestimmung vor Ort?

Pro Prüfstelle rechnen Sie etwa 30 bis 45 Minuten. Entscheidend ist die sorgfältige Grubenpräparation und die sofortige Wassergehaltsbestimmung im Trockenschrank.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Delmenhorst und Umgebung.

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